Sein Besuch…Im Cafe


Maya schritt elegant und selbstbewusst die Strasse entlang.
Sie wusste dass sie sehr gut aussah.

Ihr Herr hatte ihr einen Tag vorher per Mail diktiert, was sie anziehen sollte.
Ein sehr enges Oberteil, ohne Bh, den schwarzen Ledermini, schwarze hohe Stiefel und eine schöne Jacke.
Die Jacke hatte sie im Secondhand Geschäft vor ein paar Tagen gefunden.
Sie glich der Jacke, die sie vor einer Woche an der Frau sah, mit der sie Sex hatte.
Denn diese Jacke hatte es ihr damals angetan.
So eine wollte sie auch haben.
Die Jacke ist grau.
Im Business-Look.
Den Kragen kann man hoch abzuknöpfen.
Aus Wolle, figurbetont und über ihrem knackigen Arsch endend.
Als Oberteil hatte sie nur eine Art weisses Bustier an.
Ihre blonden Haare hatte sie offen.
Leichtes Make-up, welches ihre grossen schönen Augen und ihre langen dunklen Wimpern betonte.
Roten Lippgloss.
Sie wusste sie sah wieder sehr gut aus, trotzdem war sie nervös.

Die vielen Muslems, glotzen, pfiffen, riefen ihr zu, ihr hinterher.
Das machte sie wieder sehr aggressiv.
Bevor sie Gefahr lief, davon genervt zu sein, dachte sie lieber daran, dass sie gleich ein bedeutsames Treffen mit S. hatte.
Bedeutsam, da es sein konnte, dass sie plötzlich das Interesse oder den Respekt verloren hatte.
Jedes ihrer Treffen war bedeutsam gewesen.
Aber da es vielleicht vorbei war, lag noch mehr Spannung darüber.

Sie stand an der Ampel.
Wurde immer nervöser.

Sie musste nur noch die Strasse überqueren.
Dann waren es nur noch ein paar Schritte bis zum Cafe.

Ihr Gang wurde noch grader.
Bewusster und graziler als sie durch die Tür schritt.

Ihr Herr, eher gesagt der Herr, da sie ihn nicht besass, trug einen dunklen Anzug.
Er lass Zeitung und sah etwas genervt aus.
Unpünktlichkeit liebte er nicht.
Vor ihm auf dem Tisch standen Kaffee, Brötchen und Aufschnitt.
Er ass sehr hastig, vielmehr schlang er gierig sein Frühstück hinunter.

Als Maya zwei Meter von ihm entfernt war, blickte er auf.
Er lächelte und schien sich echt zu freuen.

S. stand auf gingen einen Schritt auf Maya zu.
Sie beide standen dicht voreinander.
Die junge Frau genoss seine Nähe.
Genoss dass er da war.
Sog genussvoll seinen Geruch ein.
Sie küssten sich.
Und Maya versank mehr in diesem Kuss als ihr lieb war.
Für einen Moment vergass sie alles um sich herum.
Dass sie ihn doch noch so geniessen konnte, nachdem er sie kaltblütig verletzt und vor einer fremden Frau gedemütigt hatte wunderte sie.
Besorgte sie.
Verwirrte sie.
Normalerweise hätte sie ihn schon längst abgeschossen.
Ihn links liegen lassen.

Maya war keine Frau, die sich Sorgen machen musste, nachts allein im Bett zu schlafen.
Darum ärgerte sie sich auch immer wieder über sich selbst, wenn sie sich ertappte, dass sie sich nach ihm sehnte.
Oder dass sie ihn immer noch traf.
Oder dass sie zu treu war.

Es war auf der einen Seite schön ihn zu geniessen, auf der anderen Seite fühlte sie sich dadurch wieder hilflos und an ihn gebunden.
Und sie genoss ihn mehr, als ihr bewusst war.
Sie mochte ihn mehr als sie wollte.
Vielleicht liebte sie ihn auch.
Vielleicht war sie auch nur süchtig nach ihm.
Sie konnte es immer noch nicht einordnen.
Und dabei kannte sie ihn schon fast zwei Jahre.

„Wartest du schon lange?“ Sie hatte ein schlechtes Gewissen.
„Neiiin! Nur schon seit ein paar Stunden,“ witzelte er leicht spöttisch.
Sie lachten beide.
Das tat gut und baute ein paar Spannungen ab.

Sie setzte sich an den Tisch zu ihm.
„Weisst du, als Oberteil habe ich ein echt enges angezogen.“
Sie öffnete lächelnd ihre Jacke.
„Sogar bauchfrei!“ fügte sie lachend hinzu.
„Aber ich kann hier natürlich nicht so sitzen.“
Er nickte und lachte.
Am Nebentisch sassen Moslems.
Und an den grossen Fensterscheiben des Cafe’s liefen sehr viele andere Moslems.
Schon makaber, dass frau in ihrem eigenen Land auf fremde Kulturen Rücksicht nehmen muss.

Maya schaute auf die Karte.
Es gab nur Frühstück mit Weissmehlprodukten.
Da sie sehr auf ihre Ernährung achte, aß sie kein Weissmehl.
Sie suchte Salat.
Den gab es nicht.

Also wählte sie Bulgur.

„Hmmm. Bulgur. Den esse ich auch gern“, kommentierte er ihre Wahl.
Maya grinste und fing an zu essen.

Über andersmaya

Jung und dabei im besten Alter. Also nicht mehr zu jung, um Erfahrung zu haben und zu wissen was ich wirklich will. Das heißt, ich habe bereits meine schlimmsten und schönsten Erfahrungen erleben können. Ich lebe intensiv, teils ungewöhnlich. Lasse mir nichts vorschreiben. Habe aber mittlerweile gelernt, auch unaffällig die von der Gesellschaft nicht geduldetetn Sachen, im Verborgenen, unmbehelligt zu leben. Lebendig, etwas unvorsichtig, aber auch umsichtig. Eine sehr rationelle und vernünftige Seite und eine sehr umtriebige, abenteuerliche Seite habe ich. Nur drehen und wenden, wie die Goldmedaille lasse ich mich nicht.
Dieser Beitrag wurde unter Sklavin Maya abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s