Nikolaus ist Herrentag


Viertel nach 8 machte es pling!
Maya schaute auf ihrem IPhone nach, sie wusste sofort es war ihr Herr.
Es war eine elektronische Mail.

Er mailte ihr, welche Kleidung sie mitbringen sollte.

Maya hatte sich frei genommen.
Sie hatte nur noch Käufern zu antworten, die im Internet Kleidungsstücke von ihr ersteigert hatten.

Dann machte sie noch zu Hause Yoga.
Sie hatte, obwohl sie schlank war ein paar Kilo abgenommen und wollte ihren Körper weiter in Form bringen.
Ihr Herr wollte sie sehr schlank haben, denn wenn man nur noch Haut und Knochen war, spürte man die Schläge mehr.

Am späten Nachmittag rief ihr Herr sie an, er wollte mit ihr Essen gehen.
Wieviel Zeit er hatte war noch unklar.
Vielleicht blieb es beim Essen, vielleicht auch mehr als nur ein Essen.
Maya sprach wieder die Russin an.
Die andere Frau, vom Dreier den sie hatten.
Der Dreier war furchtbar.
Die Russin arrogant und zum Schluss provozierend und anmaßend Maya gegenüber.
Er beruhigte Maya heute zum zweiten mal, dass die Russin nicht seine neue Geliebte sei.
Heute glaubte sie ihm zum ersten Mal.
Das sie nicht die einzige Frau war, wusste sie.
Nur mit dieser Frau wollte sie ihn nicht teilen.
Diese Frau war einer der Gründe, weswegen es mit beiden noch immer auf der Kippe stand.

Sie meditierte.
Etwas um ruhiger zum Treffen mit S. zu kommen.
Heute war sie sehr energiegeladen und strotzte vor Selbstbewusstsein.
Da sie noch andere Geschäfte nebenbei, ausser dem Verkauf im Internet betrieb, hatte sie heute gewisse Differenzen mit ihren Kunden.
Die junge Frau war heute schonungslos direkt und einigen Kunden zu forsch und unverblümt.
Aber sie wusste was sie tat, war hoch konzentriert und sah es nicht ein sich zu sehr zu verbiegen, nur weil es Kunden gab, die erst die Füsse geküsst bekommen wollen um dann doch wahrscheinlich einen von Maya’s Konkurrenten zu beauftragen.
Maya verliess sich auch beruflich auf ihren Instinkt.
Sie kämpfte nur um Kunden wo recht sicher war, dass die zu ihren Produkten oder ihren Dienstleistungen passten.
Auch wenn manchmal weniger Aufträge kamen, machte sie sich nie Sorgen.
Sie war sehr gut, zuverlässig und man konnte ihr vertrauen.

Nach der Meditation kam erst mal Wut hoch.
Das war eine der Wirkungen, die sie von Meditationen überzeugte.
Es war unmöglich sich Gefühlen nicht zu stellen.
Früher oder später kamen sie hoch und raus.

Eines störte sie heute.
Sie hatte mittags ihre Menstruation bekommen.
Selbst wenn mehr als das Essen heute passieren sollte, Sex wäre nicht möglich.
Er mochte es nicht, wenn sie blutete.

Sie bekam Schmerzen.
Nahm eine Aspirin.
Zog sich an.
Ein schwarzes, enges, kurzes Kleid, was er ihr mal schenkte.
Die schwarze Leggings, ebenfalls ein Geschenk von ihm.
Und ihre neuen, schwarzen Stiefel.

Die Zeit war etwas knapp, da die Meditation doch etwas länger gedauert hatte, als sie wollte.
Also schminkte sie sich in der Ringbahn.
Stieg am Bundesplatz in die U-Bahn.
Putzte dort ihre neuen Stiefel.
Ein älteres Ehepaar fragte, ob ihre Stiefel teuer sein, da sie sie so pflegte.
Aber so gut liefen ihre Geschäfte noch nicht.
Selbst günstige Lederschuhe pflegte sie, zumal Schnee lag und es eine feuchte, eisige Kälte war.

Ihre Schmerzen nahmen zu, da sie keine herkömmlichen Schmerzmittel mehr hatte und auch nicht mehr kaufen wollte, griff sie zu einer Naturdroge.
(Die ich nicht nennen werde. Sie wächst zwar in Deutschland, aber ist nicht ungefährlich, da sie ausser einem LSD-ähnlichen Rausch auch zur Verengung der Atemwege führen kann.
Bzw. Herzrhythmusstörungen, Sehstörungen.
Ausserdem sind die meisten Menschen heutzutage nicht mehr in der Lage sachgemäß und verantwortungsbewusst mit Rausch und Drogen umzugehen.)

Treffpunkt
Zoologischer Garten
Unter der Anzeigentafel.

Die Droge wirkte.
Die Schmerzen gingen.
Maya bekam einen trockenen Mund.
(Nebenwirkung der Droge.)
Witzige Ideen und Gedanken zogen durch ihr Hirn.
Sie fühlte sich mystischer, weiser und verbundener mit den Mitmenschen.
(Droge)
Sie überlegte ob er sich versteckte, um sie zu beobachten.
Das verunsicherte und ängstigte sie.
Sie drehte sich langsam im Kreis.
Sie wurde beobachtet.
Aber das waren immer noch die drei gleichen Männer.
Nur einer davon war interessant.
Etwas älter, attraktiv und gut gekleidet.
Graue kurze Haare.
Ein reisender Geschäftsmann.
Zuhause Frau und Kinder.
Diesen Typ erkennen Frauen schnell.
Nicht nur äusserlich zog sie ihn den anderen vor, auch waren seine Absichten, trotz sexueller Nuance respektvoller.
Da er sie nicht nur als Sexobjekt, sondern als eine schöne, interessante und intelligente Frau sah.

Sie war 5 Minuten zu früh da.
Beobachtete die Menschen.
Dachte nach.
Freute sich auf S.
Konzentrierte sich wegen der stärker einsetzenden Wirkung der Droge, als gewollt war mehr auf sich und ihren Atem.
Sie merkte, dass ihre psychologische Intuition den Menschen gegenüber durch die Droge stärker wurde.
Da sie aber nicht zuviel von all den Leuten mitbekommen wollte, vermied sie den Augenkontakt.
Sie konnte auch ohne Drogen viel in den Augen, der Mimik, Bewegungen und Körpermerkmalen anderer lesen.
Als Jugendliche litt sie sehr darunter mit all diesen Informationen umgehen zu müssen.
Sie fühlte sich auch oft schuldig, wenn sie Dinge über Fremde, Bekannte oder Freunde sah, die andere vertuschen oder verheimlichen wollten.
Wie neulichst eine ältere Dame zu ihr sagte, sie war sehr, sehr sensibel und bekam von anderen sehr viel mit.

Sie drehte sich halb in die Richtung aus der sie vermutete, dass er kommen würde.
Und sie sollte Recht behalten.
Denn dann sah sie ihn.
Er trug einen grauen langen Wollmantel.
Wirkte gross und schlank.

Lächelnd gingen sie aufeinander zu.
„Hallo Maya. Schon da?“
„Hallo Herr. Ich war schon 5 Minuten früher da.“
Ihr Herr war etwas verwundert, aber auch erfreut, über ihre Überpünktlichkeit.

Sie schlenderten gut gelaunt zum Thai-Restaurant.

Plauderten über dies und das.

Er erzählte, wie kalt Berlin doch sei.

Gerade war er beruflich in Wien gewesen.

Dort lag noch nicht einmal Schnee.

Über andersmaya

Jung und dabei im besten Alter. Also nicht mehr zu jung, um Erfahrung zu haben und zu wissen was ich wirklich will. Das heißt, ich habe bereits meine schlimmsten und schönsten Erfahrungen erleben können. Ich lebe intensiv, teils ungewöhnlich. Lasse mir nichts vorschreiben. Habe aber mittlerweile gelernt, auch unaffällig die von der Gesellschaft nicht geduldetetn Sachen, im Verborgenen, unmbehelligt zu leben. Lebendig, etwas unvorsichtig, aber auch umsichtig. Eine sehr rationelle und vernünftige Seite und eine sehr umtriebige, abenteuerliche Seite habe ich. Nur drehen und wenden, wie die Goldmedaille lasse ich mich nicht.
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