Der Zeitungsvoyeur Und andere Erkenntnisse


Maya war nach dem Treffen mit ihrem Herrn aufs Land gefahren.
Dort an der sauberen und frischen Luft, kamen ihr ein paar erhellende Gedanken.

Hinreise:
Im Zug kurz  vor m Aussteigen,
sah Maya die Hamburgerin.
Sie wusste ihren Namen nicht mehr.
War aber in Kassel mit ihr im selben Hotel gewesen und einmal morgens mit Harry und der Hamburgerin zur Veranstaltung gefahren.
Maya lernte die Hamburgerin 2003 kennen.
Damals fuhr sie mit ihr nach Kassel zu einer Veranstaltung.
Sie sprach es jetzt an.
Die Hamburgerin erinnerte sich nicht.
Fragte: „War ich denn damals nett gewesen? “
„Damals warst du wenigstens noch nett,“ lachte Maya laut.
Im Zug lächelte Maya jetzt die Hamburgerin an.
Diese lächelte zurück.
Wahrscheinlich erkannte sie Maya dennoch nicht.
Es gibt eine sehr seltene Krankheit, nämlich die sich Gesichter nicht merken zu können. Nicht Gesichter erkennen zu können.
Maya ging auf die Bekannte zu und sagte kurz wer sie sei.
Die große dunkelhaarige, kräftige Frau lachte.
Ja, sie hatte Maya wieder nicht erkannt.
Es schien ihr unangenehm zu sein.
Sie stiegen um und hatten eine sehr unterhaltsame Reise.

Als sie des nachts draußen in den klaren Sternenhimmel schaute, fiel ihr auf, daß sie ihr Ziel vergessen hatte.
Das was ihr als Sklavin wichtig war zu erreichen, darzustellen.
Der miese „Dreier“ und dessen Nachwirkungen und zuletzt die Wut auf ihren Herrn hatten sie abgelenkt. Sie hatte ihr Ziel irgendwie verloren vergessen.
Vielleicht auch weil sie oft dachte, dass das alles mit SM blödsinniger Quatsch sei, und ihr nichts weiter als Verdruss brachte.
Sie irgendwie sich nicht entwickeln und entfalten konnte.

Nun in dieser klaren, kalten Nacht erinnerte sie sich plötzlich an ihr eigenes Ziel.
Sie überprüfte es schnell auf Tauglichkeit und Sinn.
Und befand es wieder für bestrebenswert.

Rückreise
Ein Halt im Nirgendwo.
Eine Stunde Aufenthalt.
Ein absolutes Kaff.
Nur eine Baustelle, Bauzaune und ein Schild auf dem Warteraum stand.
Der Warteraum war noch nicht fertig.
Typisch deutsche Bahn.
Was für ein Glück ich habe, dass die Sonne scheint und es endlich wärmer ist,“dachte die in ihrem neuen, elegant gekleidete Sklavin.
Ein altes Ehepaar.
Maya kam mit ihnen ins Gespräch.
Dieses Paar lebte früher hier und wollte einfach mal schauen, was aus diesem Ort und diesem Bahnhof geworden sei.
Seit langer Zeit sei dieser eine Baustelle. Im Jahr 1944 zerbombt. Denn es war ein Hauptknotenpunkt gewesen für Güterwaggongs und Personenzüge gewesen.
450 Tote.
Dann die DDR Zeit. Der Mann war auch noch Grenzer gewesen.
Früher gab es sogar einen fliegenden Händler. Kurzwaren, Zeitung und Bockwurst verkaufte dieser.
Sowas gibt es ja jetzt nur noch in Asien, oder anderen entfernteren Ländern.
Maya hörte sehr gern alten Menschen zu.
Es war ein sehr nettes Gespräch.

Im Zug:
Rappelvoll die Kiste.
Maya nahm zögernd in einem recht leeren 6-Sitzer Abteil Platz.
Zögernd weil dort eine 19 Jährige durchschaubare Blondine saß und einen auf coole, müde Schlampe machte. Ihre Brüste raushängend und n kurzen Rock tragend.
Und dann noch ein sehr offensichtlicher beschissen aussehender Spanner, im Alter von ca. 23 Jahren.
Eine Zeitlang schaute sie sich das Spiel der komischen Blondine an.
Maya wäre an deren Stelle schon längst freundlich unfreundlich geworden.
Der Spanner war so peinlich und verklemmt.
Maya schaute die andere Mitreisende an.
Eine ca 45 Jährige.
Spottende Blicke wegen des Trottels.

Maya fing an zu schreiben.
Aber irgendwie war die Energie die der Spanner verstromte richtig dunkel und mies.
Sie ekelte sich vor diesem seltsamen Kerl.
Konnte nicht weiter schreiben.
„Der Typ geht mir richtig auf den Sack mit seinem Gespanne. Ich halte das nicht aus, “ sagte sie zu der älteren Frau.
Die grinste bejahend und belustigt.
Wütend stand die junge Frau auf und wandte sich an die Blondine, die sich etwas aufgerichtet hatte und Maya aus trüben, tumben Augen anschaute.
Sie war ja hübsch. Hatte halt diese runde Russinengesicht.
„Ich weiß nicht, wie du dir das aushalten kannst von diesem widerlichen Typen die ganze Zeit angeglotzt zu werden. Ist doch voll ekelhaft. “
Die Blondine glotzte dumm.
Maya schüttelte den Kopf und rauschte aus dem Abteil.
Sie war auf 180.
Haben die jungen Frauen keinen Stolz mehr???
Kein Selbstwertgefühl mehr?
Warum machte es Maya schon ihr ganzes Leben lang so aggressiv, wenn hässliche Looser sie oder andere anglotzten?
Wieso hatte der Spanner keinen Arsch in der Hose und sagte nichts?
Maya hielt solche Typen für Kindervergewaltiger.

Sie fand ein sehr nettes neues Abteil.
Mit einer hübschen Rothaarigen, intelligenten Frau und einem schlafenden auch selbständig denkenden Mann.
Hier war die Energie viel heller und unbeschwerter.
Schnell war der Ekel und die Wut vergessen.
Maya wieder unglaublich gut gelaunt.
Es war erstaunlich, wie sehr einen Menschen runterziehen können.
Und wie sehr wiederum andere Menschen wieder einen positiv beeinflussen können.
Seltsam auch, dass sie jetzt in einem neuen und hellen Abteil saß.
Das vorherige Abteil aus alten DDR-Zeiten war. Und dunkel, muffig, speckig daherkam.
Tja, spiel einfach nicht mit den dummen Schmuddelkindern von nebenan.
Spiele lieber mit den intelligenteren Schmuddelkindern von nebenan.
Der schlafende Mann sah nicht mal schlecht aus. ..
; )

Über andersmaya

Jung und dabei im besten Alter. Also nicht mehr zu jung, um Erfahrung zu haben und zu wissen was ich wirklich will. Das heißt, ich habe bereits meine schlimmsten und schönsten Erfahrungen erleben können. Ich lebe intensiv, teils ungewöhnlich. Lasse mir nichts vorschreiben. Habe aber mittlerweile gelernt, auch unaffällig die von der Gesellschaft nicht geduldetetn Sachen, im Verborgenen, unmbehelligt zu leben. Lebendig, etwas unvorsichtig, aber auch umsichtig. Eine sehr rationelle und vernünftige Seite und eine sehr umtriebige, abenteuerliche Seite habe ich. Nur drehen und wenden, wie die Goldmedaille lasse ich mich nicht.
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