Sklavinnen-Blues


Der Himmel war blau aber taub.
Es war für ende Oktober noch warm und doch kroch langsam aus Polen die feuchte kühle Hand des Winters, an berlin heran.

Maya musste dringend pissen.
Es war morgends und sie saß am Telefon.
Warteschlange.

Sie erreichte niemanden.
Wohl besser so, wäre wohl cholerisch geworden die Maya.

Ein paar Stunden später
Die sonne steht tiefer, und es wird kühler.
Denkt Sklavin Maya nach.

Welchen Zweck hat es devot zu sein?
Was bringt es ausser Verdruss.
Man ist festgelegt.
Hat gewisse Ansprüche.
Muss immer so viele seltsame SMler treffen.
Dabei tun die Augen weh.
Alte, dicke Menschen in Lack und Latex gezwängt.
Mit Masken auf um auszusehen wie batman oder cat woman…
Hust. Würg.
Immer gefesselte, immer higheels
Immer dasselbe
Immer dieselben Phrasen
Wie jemand ist, der devot ist
Oder dominant?

Langweilig.

Und selbst?
Komme ich weiter?
Lebe ich mich aus?

No.
Irgendwo blieb sie für sich stecken.
Irgendwie war auch wenig Zeit dageblieben, um sich auszuleben.

Eigentlich beruhigend.
So kann die Neigung nicht mehr und stärker werden.

Denn jedes Treffen mit ihrem Herrn zieht sie nur weiter.
Weiter zu ihm und weiter in die Knie.

Wäre manchmal besser abzuhauen.
Aber Verpflichtungen halten Maya fest.

Maya, ich suche dich.
Suche dich heim.
Wispert der Winter.

Du gehörst bald ganz mir droht ihr Herr.
„Ich werde dich brechen,“ sagte er, der Herr.

Maya fröstelt.
Fühlt sich allein.
Allein unter seltsamen Smlern mit geringem IQ.
Und allein in Berlin.
Mit vielen Menschen ohne Plan.

Umzingelt vom polnischen Wind, dem Vorreiter der russischen Kälte.
Die lähmend jedes Gemüt einspinnt bis berlin zu kalt ist.
Zu kalt um auf der Gitarre den Sklavinnen-Blues zu spielen…

Über andersmaya

Jung und dabei im besten Alter. Also nicht mehr zu jung, um Erfahrung zu haben und zu wissen was ich wirklich will. Das heißt, ich habe bereits meine schlimmsten und schönsten Erfahrungen erleben können. Ich lebe intensiv, teils ungewöhnlich. Lasse mir nichts vorschreiben. Habe aber mittlerweile gelernt, auch unaffällig die von der Gesellschaft nicht geduldetetn Sachen, im Verborgenen, unmbehelligt zu leben. Lebendig, etwas unvorsichtig, aber auch umsichtig. Eine sehr rationelle und vernünftige Seite und eine sehr umtriebige, abenteuerliche Seite habe ich. Nur drehen und wenden, wie die Goldmedaille lasse ich mich nicht.
Dieser Beitrag wurde unter Sklavin Maya abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s